Holzbearbeitungslehren

Anonim

An diesen einfachen Werkzeugen hat sich seit Generationen nicht viel geändert (hier gilt zweifellos das alte Klischee, Dinge nicht zu reparieren, die nicht kaputt sind). Zum Anzeichnen von geraden Linien parallel zur Werkstückkante, für bestimmte Schneidaufgaben und zum Auslegen von Nuten und Zapfen sind diese Werkzeuge unübertroffen, da sie schnell, effizient und einfach zu handhaben sind. Sie werden sie in wenigen Minuten meistern.

Jeder besteht aus einer Welle oder einem Balken (der normalerweise einen quadratischen Querschnitt hat), entlang dem ein donutförmiger Anschlag, der als Stock bezeichnet wird, gleitet. Der Schaft wird mit einer durch seine Seite geschraubten Rändelschraube arretiert, die einen Messingschuh gegen den Balken drückt. Das so auf eine bestimmte Position voreingestellte Material wirkt beim Anstoßen an das Werkstück wie ein Anschlag.

Diese Messgeräte bestehen meist aus harten, stabilen Hölzern wie Buche, Mahagoni oder Palisander, gelegentlich auch aus Stahl. Bei einigen besonders schönen Modellen sind im Schaft eingelassene Messingleisten angebracht, die dem Gesicht eine ornamentale Note verleihen und es zusätzlich verstärken.

Die Markierungslehre. Dieses Werkzeug, auch bekannt als Stumpfanreißlehre, hat einen stiftähnlichen Stahlstift oder Dorn nahe dem Ende des Balkens, der das Werkstück anreißt, wenn das Material entlang der Kante des Werkstücks geschoben wird. Der Stift trägt dazu bei, dass dies das genaue Werkzeug ist, das es ist, da eine geritzte Linie dünner ist als eine Bleistiftlinie.

Die Anreißlehre ist besonders nützlich, um mehrere identische Teile zu markieren. Die Verwendung der Markierungslehre spart Messzeit (Sie stellen sie einmal ein und markieren dann beliebig viele Teile) und trägt dazu bei, dass die Teile gleich sind. Markierungslehren sind normalerweise zwischen 20 und 10 Zoll lang.

Lassen Sie mich ein paar Hinweise zur Verwendung des Tools geben. Erstens, wenn Sie mit der Maserung markieren, machen Sie zwei leichte Durchgänge anstelle eines härteren. Zweitens halten Sie die Nadel scharf, indem Sie ihre Spitze feilen. Die meisten Markierungslehren haben eine auf dem Schaft eingeschriebene Skala. Überprüfen Sie daher drittens die Skala regelmäßig, um sicherzustellen, dass sich der Dorn nicht verbogen hat, wodurch die Skala ungenau wird.

Die Schnittlehre. Anstelle eines Anreißstiftes hat die Schneidlehre eine flache Klinge, die in eine Nut am Ende des Balkens eingeklemmt ist. Ansonsten sind Schneid- und Anreißlehre identisch.

Die Schneidlehre dient auch zum Anreißen, insbesondere beim Anlegen von Schnitten quer zur Faser, denn die scharfe Klinge schneidet die Faser, anstatt sie zu zerreißen. Mit der Schneidlehre können auch Furniere und dicke Holzleisten bei beidseitiger Bearbeitung geschnitten werden.

Halten Sie die Klinge des Schneidmessers scharf. Ein gelegentliches Honen ist alles, was Sie brauchen, aber wenn Sie das Werkzeug stumpf werden lassen, werden Ihre Schnittlinien eher wie Reißlinien und das Werkzeug wird bei Furnierarbeiten wenig nützen.

Die Einstecklehre. Auf den ersten Blick sieht die Einstecklehre identisch mit der Anreißlehre aus. Tatsächlich handelt es sich um eine Anreißlehre, ein speziell angefertigtes Werkzeug zum Anreißen von Einsteck- und Zapfenverbindungen. Aber anstatt einen einzigen Stift an einem Ende seines Schafts zu haben, hat er zwei, von denen einer entlang einer Spur im Balken des Messgeräts verstellbar ist. Der Schaft ist auch verstellbar, so dass Schnitte sowohl für die Nut (Mund oder Öffnung) als auch für den Zapfen (oder Zunge, die in die Nut passt) gelegt werden können.

Profilmessgerät. Eine Profillehre wird manchmal auch als Form-Tracer bezeichnet und ist ein Werkzeug, das als Muster zum Anpassen von Formen verwendet wird. Es kann zum Nachzeichnen oder Kopieren vorhandener Formteile, Rohre oder anderer unregelmäßiger Formen verwendet werden, um die Materialien angebracht werden sollen. Es ist auch sehr nützlich zum Markieren von Schnitten um Zierleisten, bei Verkleidungsarbeiten oder beim Auftragen anderer Holzoberflächen.

Eine Variante besteht aus einem Mittelsteg, der als Rahmen für eine Reihe ordentlich gepackter Nadeln dient; ein anderer verfügt über Kunststoffklingen. Unabhängig von der Konstruktion passt sich das Werkzeug genau dieser Form an, wenn die Kante des Werkzeugs gegen ein Formstück oder eine andere unregelmäßige Form gedrückt wird. Dies ist besonders nützlich, wenn unterschiedliche Materialien verbunden werden.

Tiefenmesser. Ein täuschend einfaches Werkzeug, der Tiefenmesser ist kaum mehr als ein starrer Stahlmaßstab mit einem Kopfstück, das über seine Länge gleitet. Das Lineal wird am Grund eines zu messenden Lochs oder Schlitzes positioniert und der Gleitkopf bündig mit der darüber liegenden Oberfläche abgesetzt. Oder der Kopf wird mit einer Rändelschraube oder Rändelmutter auf die gewünschte Tiefe voreingestellt.

Antike Tiefenmesser findet man oft in Antiquitätenläden, meist aus Hartholz wie Buche. Moderne Tiefenmesser (manchmal aus Stahl, oft mit Kunststoffköpfen) werden mit einem Lineal mit deutlich auf der Länge eingeschnittenen Maßen verkauft.