
Der Besitz eines Eigenheims ist der beste Weg, um Familienvermögen aufzubauen – das war zumindest in den letzten Jahrzehnten die vorherrschende Weisheit. Und trotz des Rückgangs des Eigenheimkapitals um 30 %, der Millionen von Haushalten während der jüngsten Rezession heimgesucht hat, glauben die Amerikaner weiterhin an die vermögensbildende Kraft des Eigenheims.
Neue Untersuchungen der Washington University in St. Louis legen nahe, dass der Besitz eines Eigenheims nicht direkt zu einer Verbesserung der finanziellen Situation führt. Vielmehr haben die Details Ihrer Hypothek großen Einfluss darauf, ob sich Ihre Immobilie auf Dauer als lohnendes Investment erweist.
Die Autoren der Studie untersuchten den Unterschied des Haushaltsvermögens zwischen Hausbesitzern mit mittlerem und niedrigem Einkommen und zwischen Mietern mit mittlerem und niedrigem Einkommen. Die Forscher analysierten auch die zugrunde liegenden Faktoren und stellten schließlich fest, dass Hypotheken nur dann zum Nettovermögen beitrugen, wenn:
• Der Käufer zahlte geringe Gebühren im Antrags- und Genehmigungsverfahren.
• Der Zinssatz war niedrig.

Die Anwendung dieser Erkenntnisse kann Kreditnehmern mit mittlerem Einkommen helfen, auf den richtigen Weg zu kommen:
• Shoppen Sie zu einem niedrigen Zinssatz, der nachhaltig ist und von niedrigen Gebühren begleitet wird.
• Informieren Sie sich über alle Gebühren (Grundstücksübertragungsgebühren, Nebenkosten für Inspektionen usw.). Wenn Sie einige oder alle von ihnen aufladen, werden Sie hinter der Kurve zurückbleiben.
• Berechnen Sie die Auswirkungen einer vorzeitigen Rückzahlung des Darlehensbetrags. In den ersten fünf Jahren des Darlehens können einige zusätzliche Hypothekenzahlungen Ihren Tilgungsplan um mehrere Jahre reduzieren, da Sie weniger Zinsen für den Restbetrag zahlen müssen.
• Vergessen Sie nicht, die Kosten für Sachversicherungen, Steuern und andere Ausgaben zu berücksichtigen, die die Wertschätzung Ihres Eigentums zunichte machen können.
• Wägen Sie Entscheidungen unter der Annahme ab, dass Sie die Immobilie auf absehbare Zeit behalten werden. Während die Verkaufskosten mindestens 6% des Angebotspreises betragen, stellt dieser Prozentsatz einen viel höheren Anteil Ihres tatsächlichen Eigenkapitals dar.