
Überraschung! Es ist in Ordnung, praktisch jede Art von Bodenbelag in Ihrem Keller zu verlegen. Obwohl Hartholz vermieden werden sollte, haben Hausbesitzer eine Vielzahl anderer Möglichkeiten. Vinyl, Keramikfliesen, Teppichboden, Linoleum, Kork, Laminat – all diese Materialien und sogar einige weniger gebräuchliche können erfolgreich als Kellerboden verwendet werden.
Wenn die gute Nachricht ist, dass Sie eine breite Palette von Optionen haben, ist die schlechte Nachricht, dass Keller der schwierigste Teil eines Hauses sind, in dem Bodenbeläge verlegt werden müssen. Um Ihr Projekt abzuschließen, müssen Sie möglicherweise einen unebenen Unterboden, Probleme mit der Deckenhöhe oder höchstwahrscheinlich problematische Feuchtigkeit überwinden.
Feuchtigkeit und hohe Luftfeuchtigkeit
Die überwiegende Mehrheit der Keller in Amerika wird aus Beton gebaut, einem der haltbarsten Materialien, die Bauherren zur Verfügung stehen. Eine der wenigen Schwächen von Beton ist jedoch die Porosität, das heißt, er lässt Wasserdampf durch die Plattendecke und die Grundmauern in den Keller eindringen. Insbesondere bei Altbauwohnungen kann Feuchtigkeit auch durch Risse im Fundament oder an der Fuge zwischen Fundament und Außenwänden in den Keller gelangen.
Durch Wasser bzw. Wasserdampf wird der Feuchtigkeitsgehalt von feuchtigkeitsempfindlichen Bodenbelägen - vor allem Hartholz und Faserplatten - erhöht. Diese Feuchtigkeit kann dazu führen, dass Holzböden mit der Zeit aufquellen oder sich verbiegen. Schlimmer noch, der Bodenbelag kann Schimmel oder Pilze entwickeln, bevor er zu faulen beginnt und sich verschlechtert.
Wie hält man Wasserdampf in Schach?
- Der konventionelle Ansatz besteht darin, eine Dampfsperre über der Platte zu installieren. Die Hersteller bieten eine Vielzahl von Optionen an, wie zum Beispiel aufrollbare Kunststoff- oder Filzplatten, Anstrichbeschichtungen und feuchtigkeitshemmende Klebstoffe. Unterschiedliche Produkte sind für unterschiedliche Bodenbeläge geeignet, sodass die beste Dampfsperre für Ihren Keller weitgehend von der Art des Bodenbelags bestimmt wird, den Sie verlegen möchten.
- Eine andere Möglichkeit, den Wasserdampf zu kontrollieren, besteht darin, den Boden von der Platte abzuheben. Der Luftspalt zwischen verlegtem Bodenbelag und Bodenplatte fördert die Feuchtigkeitsableitung. Verschiedene Firmen verkaufen Abdichtungsbahnen, die nach diesem Prinzip funktionieren; Noppenmatten aus Kunststoff sind ein beliebtes Design.
- Ebenfalls erhältlich sind Kellerbodenfliesen mit integrierter Dampfsperre. Diese Fliesen werden von dekorativen Vinylquadraten oder Teppichböden gekrönt und verfügen über geformte Kunststoffböden, die die Betonplatte atmen lassen. Da die Fliesen modular und ineinandergreifend sind, können sie außerdem nach einem Hochwasser entfernt, gewaschen und wieder installiert werden.

Hochwassergefahr
Trotz aller Bemühungen von Bauunternehmern überall werden Keller immer noch überflutet und werden es wahrscheinlich immer tun. Wenn Ihr Keller chronische Überschwemmungsprobleme hat, müssen Sie unbedingt Maßnahmen ergreifen, um diese zu beheben. Das bedeutet, dass Sie Wasser von Ihrem Fundament fernhalten, indem Sie den Standort richtig planen und ein solides Entwässerungssystem installieren. Betrachten Sie zusätzlich eine Sumpfpumpe (und eine Reserve-Sumpfpumpe). Seien Sie schließlich realistisch bei der Wahl des Kellerbodens, da stehendes Wasser einige Materialien einfach zum Müllcontainer verdammt. Kurz gesagt, wählen Sie etwas, das nass werden kann.
Unebene Oberfläche
Wenn Ihr Keller nicht eben ist, können Sie einen selbstnivellierenden Zement verwenden, um einen ebenen Unterboden zu schaffen. Befolgen Sie die Anweisungen genau: Es ist wichtig, die alte Betonoberfläche vorzubereiten und einen Haftvermittler aufzutragen.
Niedrige Deckenhöhen
Keller bieten selten zusätzliche Kopffreiheit, insbesondere wenn die Decke HLK-Luftkanäle beherbergt. Selbst wenn eine Etage nur ein paar Zentimeter hinzukommt, kann diese geringfügige Erhöhung den Unterschied bedeuten, ob die von Ihren örtlichen Bauvorschriften vorgeschriebene Mindestdeckenhöhe erreicht oder unterschritten wird. Identifizieren Sie bei Bedarf eine Bodenlösung mit niedrigem Profil.

Auswahl an Kellerböden
Wie überall im Haus bietet der Keller Hausbesitzern viele Bodenbeläge.
- Wenn Sie kein Risiko eingehen möchten, können Sie mit Keramikfliesen, dem Cadillac unter den Kellerböden, nichts falsch machen. Unabhängig von Wasser oder Wasserdampf können Keramikfliesen direkt über einer Betonplatte verlegt werden, wodurch wertvolle Zentimeter in einem Raum mit niedriger Decke eingespart werden.
- Eine weitere gute Möglichkeit sind verklebte Vinylfliesen oder -dielen, die auch nach mehrmaligem Überfluten nicht verschleißen. Denken Sie daran, dass dies nicht das Vinyl Ihrer Eltern ist; heutige Produkte können die Optik von Holz, Keramik oder Stein ziemlich überzeugend nachahmen.
- Holzwerkstoffe sind eine weitere Option, obwohl Sie mit Quellen oder Knicken rechnen können, wenn das Material unter Wasser ist. Typischerweise werden Parkettböden in Nut- und Federbohlen geliefert, deren oberste Schicht ein laminiertes Furnier ist. Einige sind verklebt, andere „schwimmen“ ungebunden auf der Unterlage. Schwimmende Böden bieten eine einfache, klebstofffreie Verlegung, aber beachten Sie, dass die Kellerfeuchtigkeit jedes Produkt beeinträchtigen kann, das Faserplatten (z. B. Kork) enthält.
Fazit: Wenn Sie einen Bodenbelag verlegen, der durch Wasser beeinträchtigtes organisches Material enthält, besteht die Gefahr, dass Sie den Boden nach einem Hochwasser ausreißen müssen. Sie riskieren auch die unsichtbare Bildung von Schimmel unter dem Bodenbelag – ein erhebliches Risiko für die Luftqualität Ihres Hauses.